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Festakt zum 60. Todestag von Willi Baumeister
Sonntag, 30. August 2015, 11.30 Uhr

Domnick+Baumeider 1948_Foto M.Winkler-Betzendahl

Ottmar Domnick und Willi Baumeister 1948 / Foto: Madeline Winkler-Betzendahl, © Stiftung Domnick

„Am 31. August 1955“, so erinnerte sich Ottomar Domnick, Willi Baumeisters ärztlicher Nachbar und einer seiner prominentesten Sammler und Mitstreiter für die abstrakte Kunst, „führte mich ein letzter Weg in sein Atelier, wo ich ihn vor der Staffelei sitzend antraf. Der Pinsel war ihm aus der erkalteten Hand gefallen. Er starb den Sekundenherztod, malend bis in die letzte Phase, kreativ, so wie er lebte.“
Aus Anlass des 60. Todestages dieses charismatischen, für die Entwicklung der Abstraktion in Deutschland so wichtigen Künstlers veranstaltet die Stiftung Domnick am Sonntag, 30. August 2015 einen besonderen Gedenktag. Er wird vom Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden Württemberg, Herrn Dr. Nils Schmid MdL, eröffnet. Auch Frau Felicitas Baumeister, Tochter des Künstlers wird zu unserer großen Freude zugegen sein. Das Programm dieses Tages der offenen Tür bietet Führungen, einen Vortrag zu Willi Baumeister sowie künstlerische Darbietungen – auch für Kinder. Ferner stellen das Archiv Baumeister und die Stiftung Domnick die in Kooperation produzierte DVD-Edition von Ottomar Domnicks preisgekröntem Dokumentarfilm „Willi Baumeister“ aus dem Jahr 1954 vor.

 

Programm

 

I. Festakt 11.30 Uhr

Begrüßung
Dr. Werner Esser, Kurator der Stiftung Domnick

Grußwort
Otmar Heirich, Oberbürgermeister der Stadt Nürtingen

Festrede
Dr. Nils Schmid MdL, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden Württemberg

Der Festakt wird musikalisch begleitet von Rebecca Krieg (*1995), der von der Landessammlung Streichinstrumente Baden-Württemberg jüngst gekürten Stipendiatin an Ottomar Domnicks Testore-Cello.

Testore Schnecke, Foto: Landessammlung

O. Domnicks Testore-Cello, 1707 © Landessammlung Streichinstrumente Baden-Württemberg

Rebecca Krieg, geboren 1995, begann im Alter von 5 Jahren mit dem Cellounterricht bei Toshio Yamamura. Später wechselte sie zu Konstanze Liebeskind und Mareike Wedler an die Jugendmusikschule Leonberg, wo sie in die Begabtenförderungsklasse aufgenommen wurde. Im Jahr 2012 wurde Rebecca Krieg Vorstudentin bei Prof. László Fenyö an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Nach erfolgreich bestandenem Abitur nahm sie dort 2013 auch ihr Bachelorstudium auf.
Weitere künstlerische Impulse erhielt Rebecca Krieg beim Kammermusikkurs Ochsenhausen, beim Fauré-Quartett, bei Konstantin Heidrich, Wen-Sinn Yang und Philippe Muller. Durch ihre Teilnahme an mehreren Projekten des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg, der Detmolder Sommerakademie 2010 unter Sir Jeffrey Tate und ihre Aushilfstätigkeit in der Badischen Staatskapelle des Staatstheaters Karlsruhe konnte sie schon zahlreiche Orchestererfahrung sammeln. Die junge Cellistin nahm außerdem an verschiedenen Wettbewerben teil, darunter mehrmals erfolgreich bei Jugend musiziert. Im Jahr 2010 erreichte sie dort einen 2. Bundespreis in der Solowertung und im Jahr 2011 einen 1. Preis in der Kammermusikwertung. 2012 wurde ihr zusammen mit ihrem Duopartner der Jugendmusikpreis Leonberg verliehen. Rebecca Krieg konzertierte mit dem Weinstadt-Sinfonie-Orchester, dem Sinfonieorchester Leonberg und beim Podium junger Künstler in Lienzingen. Seit Juli 2015 spielt sie ein Violoncello von Giuseppe Testore aus dem Jahre 1707, das als Vermächtnis Ottomar Domnicks der Landessammlung Streichinstrumente Baden-Württemberg zur Hochbegabtenförderung zur Verfügung steht.

Rebecca Krieg

© Rebecca Krieg

Wichtig:
Bitte lassen Sie uns per E-Mail an info@domnick.de bis zum 10. August 2015 wissen, ob Sie an unserem Festakt alleine oder in Begleitung teilnehmen werden. Vielen Dank!

 

II. Tag der offenen Tür

ab 13 Uhr
Kurzführungen zu Willi Baumeister sowie im Skulpturengarten (parallel alle 20 Minuten)

14.30 Uhr
“Willi Baumeister“, 1954, Vorstellung und Vorführung der vom Archiv Baumeister herausgegeben DVD zu Ottomar Domnicks Filmporträt des Künstlers durch Hadwig Goez, Leiterin des Archivs Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart

16 Uhr innen
„Der Farbenwächter“, 2013, Figurenspiel für Kinder ab 6 Jahren des Figurentheaters Hibisskuss, Stuttgart, Regie Dragica Ivanovic

farbenwaechter

Szenenfoto aus „Der Farbenwächter“ © Dragica Ivanovic

16 Uhr außen
„Das Unbekannte in der Kunst“, Performance von Vasiliki Koutsoumaraki, Freie Kunstakademie Nürtingen

17.15 Uhr
„Willi Baumeister und Ottomar Domnick – Wegbereiter der Abstraktion“, Vortrag von Dr. Werner Esser, Kurator der Stiftung Domnick

18 Uhr
„Testore solo“, Abschluss-Recital von Rebecca Krieg (*1995), Hochschule für Musik Karlsruhe.

Bewirtung durch den benachbarten Bioland-Betrieb „Hopfenhof“ der Familie Traub.

Der Eintritt am Sonntag, 30. August ist für alle Veranstaltungen frei.

 

 

Filmvorführung
Mittwoch, 2. September 2015, 19 Uhr

Jochen Canobbi: „Willi Baumeister zum 100. Geburtstag. Ein Weg in die Mitte“, 1988
Farbe, teilweise s/w; 43 Minuten

Im Nachklang zu unseren Gedenkveranstaltungen anlässlich des 60. Todestags von Willi Baumeister zeigen wir an diesem Abend Jochen Canobbis, vom WDR für die Reihe „Kulturwelt“ produziertes, selten vorgeführtes Filmportrait.

Karten zu 6 € (keine Ermäßigung) sind wegen der begrenzten Platzzahl nur im Vorverkauf erhältlich:
Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 15, 72622 Nürtingen
Telefon: 07022 - 9464 - 150 / E-Mail: stadtbuero@ntz.de
Öffnungszeiten: MO-FR 8-18 Uhr, SA 8-12.30 Uhr
Bei Bankabbuchung und Versand der Karten fällt seitens der Vorverkaufsstelle eine Bearbeitungsgebühr von 3 € an.

 

 

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