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Die Preisträger des Domnick-Cello-Preises 2016

Sonntag, 1. Mai 2016, 18:30 Uhr

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Nürtingen

Gruppenbild Cellopreis 2016 SAmmlung Domnick
Sebastian Braun, Domnick-Cello-Preis 2016 (Mitte) Woong-Whee Moon (links) und Marc-André Riberdy (rechts), Förderpreis zum Domnick-Cello-Preis

Der diesjährige Cello-Wettbewerb für Neue Musik der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart ging am 30. April 2016 mit einem überaus anspruchsvollen, begeisternden Preisträgerkonzert im Konzertsaal der Musikhochschule Stuttgart zu Ende. Gleich am Tag darauf gastierten der Hauptpreisträger, Sebastian Braun aus der Schweiz, sowie die beiden Förderpreisträger Marc-André Riberdy (Kanada) und Woong-Whee Moon (Südkorea) in der Sammlung Domnick mit einem ebenso grandiosen Solo-Recital. Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens waren auch die beiden gleichrangigen Förderpreise zum Domnick-Cello-Preis 2016 von der Stiftung Domnick zur Verfügung gestellt worden.

 

Das Programm

Marc André Riberdy

__György Kurtág (*1926)
Jerlek I-III für Violoncello solo, Op. 5b (1987)

__Kaija Saariaho (*1952)
Sept Papillons für Violoncello solo (2000)

Woong-Whee Moon

__Bernd Alois Zimmermann (1918-1970)
Vier kurze Studien für Violoncello solo (1970)

__Isang Yun (1917-1995)
Glissées für Violoncello solo (1970)

Sebastian Braun

__Luciano Berio (1925-2003)
Les mots sont allés für Violoncello solo (1979)

__Thomas Demenga (*1954)
Efeu für Violoncello solo (2010)

__Krzysztof Penderecki (*1933)
Capriccio per Siegfried Palm für Violoncello solo (1968)

__J. S. Bach (1685-1750)
Sarabande aus der Suite für für Violoncello solo Nr. 4 Es-Dur (um 1717-20)

 

Sebastian Braun
Foto © Oliver Röckle

Sebastian Braun (Domnick-Cello-Preis), geboren 1990 in Winterthur, erhielt mit fünf Jahren seinen ersten Cello-Unterricht am Konservatorium Winterthur bei Emanuel Rütsche. Ab 2004 gewann er mehrere erste Preise beim Schweizerischen Musikwettbewerb. 2006 begann er sein Bachelorstudium in Bern bei Conradin Brotbek. 2007 wechselte er nach Stuttgart und schloss dort 2011 mit Auszeichnung ab. Sein Masterstudium führte ihn von Stuttgart nach Basel zu Thomas Demenga, wo er 2015 auch den Master in Performance abgeschlossen hat. Er besuchte Meisterkurse u.a. bei Anner Bylsma, Pieter Wispelwey, Nicolas Altstaedt Gustav Rivinius, Troels Svane, Lazlo Fenyo, Ana Chumachenco, Menahem Pressler. 2009 war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Es folgten mehrere 1. Preise beim Carl Wendling Kammermusikwettbewerb in Stuttgart sowie der Kammermusikpreis des Oberstdorfer Musiksommers und der 1. Preis beim internationalen Kammermusik-Wettbewerb „Concours Mirabent“ in Spanien. 2013/14 war er Cellist des Schnitzler Quartetts und hat bei diversen WDR Rundfunkproduktionen des Quartetts mitgewirkt. Er ist Stipendiat des Migros Kulturprozentes, des Rahn-Kulturfonds, der Basler Orchestergesellschaft (BOG) und der PE-Förderungen Mannheim. Derzeit ist er Praktikant des Sinfonieorchester Basel sowie Solocellist der Chamber Academy Basel und des Young Eurasian Soloists Orchestra.

 

Woong-Whee Moon
Foto © Oliver Röckle

Woong-Whee Moon (Domnick-Förderpreis), geboren 1992 geboren 1988 in Masan/Südkorea, bekam als Vierjähriger seinen ersten Violin- und Klavierunterricht. Sieben Jahre später kam Cellounterricht bei Hee-Duck Lee hinzu. Bis 2010 studierte Woong-Whee Moon bei Myung-Wha Chung, Noll Park und Kang-Ho Lee an der Korean National University of Arts in Seoul. 2012 bis 2014 setzte er sein Studium bei Arto Noras in Hamburg fort. Seit 2014 studiert er an der Hochschule für Musik Dresden bei Danjulo Ishizaka. Woong-Whee Moon ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Einen großen Erfolg konnte er 2009 feiern, als er gemeinsam mit seinem Novus String Quartet den 2. Preis beim 61. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München erhielt. 2013 erhielt er den 3. Preis beim Penderecki Cello-Wettbewerb und 2014 wurde das Quartett beim Salzburger Internationalen Mozart-Wettbewerb mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Als Solist konzertierte Woong-Whee Moon mit KNUA Symphony Orchestra, den Konstanzer Symphonikern, den Seong-Nam Philharmonikern und dem Si-Heung Philharmonic Orchestra. Außerdem gab er als Solist Konzerte u. a. bei „Stars von Morgen“, einer Konzertreihe im Rathaus Harburg, beim WCRP Konzert in Kyoto, Japan, beim „Rising Star Recital“ und auch während des Great Mountain Music Festival. Er trat bei der International Mendelssohn Summer School auf, gab mit seinem Quartett Konzerte in der Carnegie Hall New York, beim Schwarzwald Musik Festival, beim Festival der ARD-Preisträger, sowie 2013 bei den SWR-Festspielen und dem Inter-national Music Festival in Busan.

 

Marc-André Riberdy
Foto © Oliver Röckle

Marc-André Riberdy (Domnick-Förderpreis), geboren 1992, stammt aus Montréal. Er studierte zunächst am dortigen Konservatorium bei Elizabeth Dolin. Daneben besuchte er Meisterkurse u. a. bei Alisa Weilerstein, Gautier Capuçon, Emmanuelle Bertrand, Raphael Wallfisch und Philippe Muller. Seit 2015 ist er Masterstudent an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Jean-Guihen Queyras. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe in Canada, u.a. Concours de musique Hélène-Roberge, Concours de musique du Canada. Als Solist ist er u.a. mit dem Jugendorchester Joliette, dem Orchestre symphonique du Conservatoire de musique de Montréal und dem Orchestre symphonique des musiciens du monde aufgetreten.

 

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