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Claude Horstmann: Landschaft ist nicht die Lösung
21. Mai bis 9. Juli 2000     

Mit wandgroßen Tuschezeichnungen sowie skulpturalen und projizierten Textinstallationen greift die Künstlerin in den musealen Kontext der Sammlung ein. Zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit dem gegebenen, gebauten Raum, in dem Zeichnung und Sprache plastisch-körperhaft agieren. Das seinerzeit als ‚Gesamtkunstwerk‘ durchgestaltete Ensemble von Architektur und abstrakter Kunst wird – in Partien nur, doch auf radikale Weise – wieder als geschlossener Baukörper erlebbar gemacht, zugleich aufgebrochen in offene, von Schatten- und Textgebilden evozierte Räume hoher Suggestivität.

Claude Horstmann, 1960 in Minden geboren, studierte Kunstwissenschaften an der Universität Osnabrück und Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie lebt als freischaffende Künstlerin in Paris und in Stuttgart. An der Wechselbeziehung zwischen Bild, Raum und Sprache interessiert, arbeitet Claude Horstmann von jeher mit den unterschiedlichsten Medien. Neben Zeichnungen und skulpturalen Installationen umfasst ihr Werk auch Texte, Buchprojekte und Aktionen, Fotografien und Projektionen.

Claude Horstmann erhielt 1998 den Sybille-Assmus-Preis des Heidelberger Kunstvereins und war im vergangenen Jahr Stipendiatin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in der Cité Internationale des Arts, Paris.

Zur Ausstellung erscheint ein die Rauminstallationen dokumentierender, auf 250 Exemplare limitierter Katalog mit einem von Claude Horstmann signierten Sonderdruck der Arbeit »Text. Gegentext«.

Fotos © Claude Horstmann, 2000


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