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Arpad Dobriban: Verbotene Speisen
Ein ‚Bankett aus dem Küchenauto‘ für 100 Gäste
2. August 2003

 

Nicht Pinsel und Palette, sondern Kochlöffel und Töpfe sind das Handwerkszeug des Düsseldorfer Künstlers Arpad Dobriban. Mit seiner mobilen Küche, einem umgebauten LKW, bereist er das ganze Land und arrangiert an den unterschiedlichsten Orten der Kunst themenbezogene Essen. »Werkzeug des Teufels«, »Männlich-weiblich: wie wir die Welt trennen«, »Wenn süß und salzig tauschen« – so lauten einige seiner Speisefolgen, mit denen er Augenmenschen auch zu Gaumenmenschen macht, das Bewusstsein steigert für jenes Kulturgut am Anfang aller Kunst – das Essen. Ist schon beim Betrachten die Rezeption ein aktiver, dialogischer Vorgang, um wie viel mehr ist sie es beim Tafeln. Ein geselliger Vorgang dazu: im Kreis von einhundert Teilnehmern entsteht und vergeht ein gemeinschaftliches Werk, das der Künstler von Gang zu Gang kommentiert und mit einem besonderen Billett zertifiziert.

Arpad Dobriban, geboren 1957 in Ungarn. Studium an den Kunsthochschulen in München, Berlin und Düsseldorf. Meisterschüler von Nam June Paik, Gaststudent bei Peter Kubelka, Städelschule Frankfurt am Main. Stipendiat u.a. der Akademie Schloss Solitude, des Künstlerhauses Lauenburg, des DAAD, des Landes Nordrhein-Westfalen. Internationale Ausstellungsbeteiligungen im Medium der Fotografie sowie Performances als Koch in: Kunstraum Wuppertal; Schloss Balmoral, Bad Ems; Neuer Aachener Kunstverein; Schnütgen-Museum, Köln; Kunsthaus Wiesbaden; Museum Schloss Moyland; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main; Museum für Angewandte Kunst, Köln u.v.a.m.

Fotos © Werner Esser, 2003

www.arpad-dobriban.de

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