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Die Sammlung Domnick in neuem Licht:
Matinee zur Wiedereröffnung
mit Raoul Jehl, Colmar, Klavier

Sonntag 23. April 2006, 11 Uhr

Endlich! Wir sind wieder da – generalsaniert und in neuem Licht. Nach über einem Jahr intensiver Bautätigkeit in Gebäude und Park öffnet das Haus Domnick wieder seine Türen.

Während der Park noch eine Weile in seine endgültige Gestalt wachsen muss und die Skulpturen ihrer konservatorischen Pflege harren, kann sich die Sammlung selbst mitsamt ihrem Gebäude schon wieder sehen lassen. Vielleicht sogar attraktiver, wie ich hoffe, als zuvor.

Nach vierzig Jahren war es für die  Betriebssicherheit und den Werterhalt des denkmalgeschützten Ensembles unumgänglich geworden, neben einer umfassenden Beton- und Fenstersanierung auch die gesamte Elektrik auszutauschen.
Dies bot die Möglichkeit, Ottomar Domnicks ursprüngliches Lichtkonzept einer akzentuierenden Beleuchtung der einzelnen Gemälde zu rekonstruieren. Sie erleben also die Sammlung in tatsächlich neuem, belebendem Licht. Und in neuem Zuschnitt.

Zehn Jahre blieb Domnicks Hängung ‚letzter Hand‘ so gut wie unangetastet. Im Hinblick auf den dezidierten Stiftungsauftrag – „das Haus lebendig erhalten“ – aber schien es mir geboten, das Kartenblatt einmal neu aufzufächern.
Schließlich hatte auch der Sammler dies hin und wieder getan. Domnicks Prinzip, seiner Sammlung ein persönliches Gesicht zu geben, erfordert auch von den Nachgeborenen die Bereitschaft zu kuratorischer Subjektivität.
So wurden (bis auf eine Ausnahme) alle Plätze getauscht, wanderten einzelne Werke ins Depot, um anderen, lang deponierten, die Bühne zu überlassen.
Im Hinblick auf den visuellen Dialog der Bilder (der ja ein Dialog mit dem Betrachter ist) gibt es zahlreiche neue ‚Gesprächskreise‘ in der Sammlung und manch unerwartetes Solo.
Alles aber bleibt eingebunden in Domnicks Grundidee eines harmonischen Miteinanders von Architektur, Mobiliar und bildender Kunst.

Und ... Neuer Musik:

Der 1979 in Colmar geborene Pianist Raoul Jehl, Absolvent der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater in der Klasse von  Yukiko Sugawara-Lachenmann und derzeit selbst als Lehrer für Klavier am Konservatorium von Vitry le François (Champagne) tätig, wird unsere Gäste der Wiedereröffnung zu einem „Spaziergang in die Neue Musik“ abholen: von Schönberg über Lachenmann bis zu Zeynep Gedizlioglu, einer türkischen Komponistin seiner, Raoul Jehls, Generation. 

Folgende Stücke stehen auf dem Programm

Arnold Schönberg
__ Drei Klavierstücke op. 11 (1909)

Helmut  Lachenmann
__ Ein Kinderspiel (1980)

Marc André
__ Contrapunctus (1999)

Zeynep Gedizlioglu
__ Pentagramme (2003) 

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