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Enikö Ginzery, Cimbalom / András Fejér, Posaune

Samstag, 5. April, 18.00 Uhr
Konzert in Kooperation mit der Stadt Nürtingen

 

E. Ginzery
Foto: ©Jan Varchola

Als durchaus ungewöhnlich darf im westlichen Musikleben der Moderne das Saiteninstrument Cimbalom gelten und noch ungewöhnlicher seine Kombination mit Posaune.
Wir freuen uns sehr, mit Enikö Ginzery die Koryphäe für das Cimbalom und mit András Fejér, Soloposaunist des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, ihren kongenialen Duopartner in der Sammlung Domnick zu Gast zu haben.
Die in Bratislava geborene, am dortigen Konservatorium sowie an den Musikakademien von Budapest und Saarbrücken ausgebildete Cimbalistin Enikö Ginzery ist eine herausragende Musikerpersönlichkeit, deren feinfühlige Musikalität mit stupender Virtuosität in eins geht. So nimmt es nicht wunder, dass mehrere Komponisten eigens Werke für sie und ihr Soloinstrument schrieben; mehr als 50 Uraufführungen hat sie bisher bestritten. Auch in der Soiree bei Domnick wird eine jüngst vollendete Komposition von László Tihanyi ihre Uraufführung erleben.

 

Das Programm:

__Guillaume de Machaut (um 1300-1377)
Drei Balladen; Cimbalom und Posaune

__György Kurtág (*1926)
Auswahl aus "Játékok/Spiele" (1973-2012) für Cimbalom oder Klavier, transkribiert für Cimbalom und Posaune: "Erbittert" – "Distel ( Hund)" – "Antiphone in Fis" "Häschen Trotzig" – "Lasst uns blödeln" 
"Zank" – "Blumen die Menschen, nur Blumen" – "Im Halbschlaf"

__Hans Joachim Hespos (*1938)
"Psallo solo" (2007) für Cimbalom solo

__István Láng (*1933)
"ConcerDuotante" (2010) für Posaune und Cimbalom

__Luigi Manfrin (*1961)
"Overflowing Crystals II" (2009) für Posaune und Cimbalom

__Hans Werner Henze (1926-2012)
"Sonatina" (1974) für Posaune solo

__Guillaume de Machaut (um 1300-1377)
"Rondeaux" – "Ballade" – "Douce Dame Jolie"; Cimbalom solo

__László Tihanyi (*1956)
"Peacock Dance" (2014) für Posaune und Cimbalom, Uraufführung

 

Enikö Ginzery studierte Cimbalom am Konservatorium in ihrer Geburtsstadt Bratislava (1989-1995, Klasse Ludmilla Dadáková) und anschließend an der Franz Liszt-Musikakademie in Budapest (1996-2000, Klasse Ilona Szeverényi).
Ein Aufbaustudium im Studienfach "Zeitgenössische Musik" führte sie an die Hochschule für Musik Saar (2002-2005; Klasse Stefan Litwin, Yukiko Sugawara, Andreas Wagner) nach Saarbrücken.
In den Jahren 1997 bis 1999 nahm sie mehrmals an Interpretationskursen unter der Leitung von György Kurtág teil.
1995 war sie Preisträgerin als beste ausländische Teilnehmerin beim internationalen "Youth Festival Plovdiv", Bulgarien, und gewann 1997 den internationalen Cimbalom-Wettbewerb in Valašské Meziříčí in Tschechien.
Seit 1995 führen sie Konzertreisen immer wieder durch Europa und die USA, sowohl als Solointerpretin wie auch als Solistin in verschiedenen internationalen Orchestern und Kammermusikensembles.

Enikö Ginzery leistet durch ihr – so die Musik-Kritik – "bahnbrechendes Spiel" auf ihrem Instrument einen wichtigen Beitrag im Bereich der Musik der Gegenwart und inspiriert nach wie vor zahlreiche Komponisten zu neuen Werken für Cimbalom solo, in Verbindung mit anderen Instrumenten oder Live-Elektronik.
So hat sie mit György Kurtág, Hans-Joachim Hespos, Theo Brandmüler, Zsigmond Szathmáry, Miklós Maros, István Láng, Joao Pedro Oliveira, Adriana Hölszky u.a. zusammengearbeitet und bislang rund 50 Stücke uraufgeführt.
Der Umfang ihres Repertoires umfasst aber nicht nur Kompositionen der Gegenwart sondern reicht weit zurück bis ins Mittelalter.
Als Spielerin auf dem Psalter (Vorgänger des Cimbaloms seit dem 13. Jh.) konzertiert sie solistisch und mit eigenem Ensemble.
Solokonzerte gab sie u.a. an der Princeton University (USA), beim Saarlandischen Rundfunk (Saarbrücken), bei "Musik der Jahrhunderte" (Stuttgart), in der Kunststation St. Peter (Köln), bei den "Ostrava New Music Days" (Tschechien), beim Festival Melos-Ethos (Bratislava, Slowakei), im Konzerthaus Berlin. Im Dezember 2009 debütierte sie in der Reihe "attaca" mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR.
Zahlreiche Projekte und Workshops für Kinder und Studierende sind ebenfalls Teil ihrer künstlerischen Tätigkeit.
2008 gründete sie mit Ivan Siller das "Tokaj Art"-Festival (www.arttokaj.com), in dessen Rahmen sie internationale Sommerkurse für Musik organisiert (Velký Kamenec, Slowakei), 2013 wurde ihr die Doktorwürde mit einer musikwissenschaftlichen Disseration über die Klangmöglichkeiten und neue Spieltechniken des Cimbaloms verliehen.
Enikö Ginzerys erste CD, "Contemporary Music For Cimbalom", erschien 2001 bei "Slovart records", ihre zweite, "Overflowing Crystals", 2013 bei "Hevhetia", mit Werken u.a. von T. Brandmüller, H.-J. Hespos, I. Láng, L. Manfrin, G. Kurtág.
Weitere Informationen siehe www.ginzery.com

 

 András Fejér

András Fejér, 1967 in Budapest geboren, erhielt im Alter von zehn Jahren den ersten Posaunenunterricht bei Gyula Gergely.
Er studierte an der Franz Liszt-Musikakademie bei Ferenc Steiner und legte 1990 das Konzertexamen und Diplom als Lehrer für Posaune ab.
1993/94 nahm er an Meisterkursen von Michel Bequet und Branimir Slokar teil. Von 1987 bis 1997 war er Soloposaunist der Ungarischen Nationalphilharmonie und erhielt 1995 die Auszeichnung "Orchesterkünstler des Jahres". Seit 1997 ist er Soloposaunist des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. An der Franz Liszt-Musikakademie in Budapest war er von 2001 bis 2006 als Lehrbeauftragter tätig.
Auch kammermusikalisch ist András Fejér sehr aktiv. So gründete er mit anderen Musikern bereits 1983 das Academia Blechbläser-Quintett Budapest, das mit zahlreichen Preisen auf internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurde.
Seine erste CD-Aufnahme, "Name-Game" (2000, Hungaroton Classic), wurde vom Verband der Ungarischen Zeitgenössischen Komponisten mit dem "Artisjus"-Preis ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielt er nochmals im Jahr 2008. Seine zweite CD-Aufnahme erschien 2011 unter dem Titel "C’est la Vie", ebenfalls bei Hungaroton Classic.
Mehrere ungarische Komponisten widmeten András Fejér Konzerte und Solostücke, die auf dieser CD teilweise zu hören sind. Insgesamt 15 neue Werke brachte er zur Uraufführung.
Im Jahr 2007 nahm András Fejér als Jurymitglied am Internationalen Posaunen-Wettbewerb (ARD) in München, im Jahr 2010 in Markneukirchen teil.
Er selbst ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe, sowohl als Solist als auch im Rahmen seines Academia Blechbläser-Quintetts.
2012 erhielt er den Franz Liszt Preis – die größte staatliche musikalische Anerkennung in Ungarn.

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Karten zu 25 € / erm. 15 € sind nur im Vorverkauf erhältlich beim Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 15, D-72622 Nürtingen
Telefon: 07022 - 9464 - 150 | E-Mail: stadtbuero@ntz.de
Öffnungszeiten: MO-FR 8-18 Uhr, SA 8-12:30 Uhr
Bei Bankabbuchung und Versand der Karten fällt seitens der Vorverkaufsstelle eine Bearbeitungsgebühr von 3 € an.

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